KNOCHENERSATZMATERIAL · BOVIN / XENOGEN
RE-BONE®
Resorbierbares bovines Knochenersatzmaterial mit THERMAGEN® Niedertemperatur-Aufbereitung zur Unterstützung der knöchernen Regeneration.
URSPRUNG
Bovin
Natürliche Knochenmatrix vom Rind
AUFBEREITUNG
THERMAGEN®
Niedertemperatur-Aufbereitung
STRUKTUR
Hochporös
Erhalt der natürlichen Knochenmatrix
RESORPTION
ca. 6–8 Monate*
Herstellerangabe
Verfügbare Formen: Granulat · Syringe · cancellöser Block · Korngrößen: 0,25–1 mm und 1–2 mm
Was zeichnet RE-BONE® aus?
RE-BONE® wird aus bovinem Knochen hergestellt und mit dem THERMAGEN® Verfahren bei niedrigen Temperaturen aufbereitet. Die Niedertemperatur-Aufbereitung soll die natürliche poröse Knochenmatrix erhalten und eine durch hohe Temperaturen verursachte Ceramisierung vermeiden.
Die erhaltene Makro- und Mikroporosität bildet ein osteokonduktives Gerüst für die knöcherne Regeneration. UBGEN gibt für RE-BONE® eine durchschnittliche Resorptionszeit von etwa 6–8 Monaten an.*
FÜR ANWENDER
Einsatz in der regenerativen Zahnmedizin
RE-BONE® dient als osteokonduktives Gerüst zur Unterstützung der Knochenregeneration. Unterschiedliche Zusammensetzungen, Granulatgrößen sowie Syringe und Block ermöglichen die Auswahl entsprechend Defektmorphologie und chirurgischem Konzept.
Vom Hersteller angegebene Anwendungsbereiche sind unter anderem:
- Alveolenerhalt / Ridge Preservation
- Sinusbodenelevation
- horizontale und vertikale Augmentation
- parodontale Defekte
- Zystenfüllungen
ORIENTIERUNG ZUR PRODUKTAUSWAHL
Welche RE-BONE® Variante?
Welche Zusammensetzung, Partikelgröße und Darreichungsform eingesetzt wird, entscheidet der behandelnde Zahnarzt entsprechend Defektgröße, Defektmorphologie, Augmentationskonzept und gewünschter Handhabung. Die folgenden Hinweise dienen als fachliche Orientierung bei der Produktauswahl.
FEINERE PARTIKEL
0,25–1 mm
Feinere Partikel lassen sich gut an kleinere und unregelmäßige Defektgeometrien adaptieren. Die Korngröße ist damit eine vielseitige Option für kleinere bis mittlere, gut adaptierbare Defekte.
GRÖBERE PARTIKEL
1–2 mm
Gröbere Granulate stehen für größere Defekte und Anwendungen mit entsprechend höherem Volumenbedarf zur Verfügung. RE-BONE® bietet hierfür cancellöse und cortico-cancellöse Varianten.
DARREICHUNGSFORM
Syringe
Die vorgefüllte Syringe ermöglicht nach der vorgesehenen Rehydrierung eine kontrollierte und direkte Applikation des Granulats.
MATERIALSTRUKTUR
Cancellous oder cortico-cancellous?
Cancellous / spongiös
Die poröse spongiöse Struktur bietet eine große innere Oberfläche und eine gute Blutaufnahme. Diese Eigenschaften können bei der Materialauswahl insbesondere im Hinblick auf die biologische Einheilungsumgebung berücksichtigt werden.
Cortico-cancellous / gemischt
Cortico-cancellöses Material kombiniert die poröse Struktur spongiöser Bestandteile mit dichteren kortikalen Anteilen. Dadurch werden unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Blutaufnahme, Adaptierbarkeit, Partikelstabilität und Volumenunterstützung miteinander verbunden.
VIELSEITIGE VARIANTE
Cortico-cancellous · 0,25–1 mm
0,5 g · 0,90 cc · BMrebone01B
Die Kombination aus spongiösen und kortikalen Anteilen, feiner Partikelgröße und einer gut handhabbaren Gebindegröße macht diese Variante zu einer vielseitigen Auswahl für ein breites Spektrum augmentativer Anwendungen.
Hinweis: Diese Variante wird von ImplAg regulär als Lagerartikel geführt.
PRODUKTÜBERSICHT
Verfügbare Varianten & Bestellnummern
Granulat, Syringe und cancellöse Blocks im Überblick.
| Form |
Zusammensetzung / Korngröße |
Inhalt |
Volumen |
Artikelnummer |
| Granulat |
Cortico-cancellous · 0,25–1 mm |
0,5 g |
0,90 cc |
BMrebone01B |
| Granulat |
Cancellous · 1–2 mm |
1 g |
1,9 cc |
BMrebone01N |
| Granulat |
Cortico-cancellous · 1–2 mm |
1 g |
1,9 cc |
BMrebone01F |
| Syringe |
Cortico-cancellous · 0,25–1 mm |
0,25 g |
0,45 cc |
BMrebone03A |
| Syringe |
Cortico-cancellous · 0,25–1 mm |
0,5 g |
0,90 cc |
BMrebone03B |
| Syringe |
Cortico-cancellous · 1–2 mm |
0,5 g |
0,95 cc |
BMrebone03C |
| Block |
Cancellous · 10 × 10 × 10 mm |
– |
– |
BMrebone02A |
| Block |
Cancellous · 10 × 10 × 20 mm |
– |
– |
BMrebone02B |
| Granulat · auf Anfrage |
Cortico-cancellous · 1–2 mm |
5 g |
– |
BMrebone01H |
PRAXISHILFE
Mengenorientierung bei der Produktauswahl
Der tatsächliche Materialbedarf lässt sich nicht allein aus der Anzahl der Implantate ableiten. Defektgröße und -morphologie, vorhandene Knochenwände, gewünschte Kontur und Augmentationsvolumen beeinflussen die benötigte Menge.
| Beispielsituation |
Grobe Orientierung |
| Kleine, umschriebene Dehiszenz, etwa 3 mm, bei günstiger Defektgeometrie |
0,25 g können ausreichen |
| Vestibuläre Konturaugmentation über einen größeren Bereich der Implantatlänge |
eher 0,5 g einplanen |
| Mehrere Implantate oder größere horizontale Augmentation |
0,5–1 g oder mehr · individuell |
Die Mengenangaben dienen ausschließlich als grobe Orientierung bei der Gebindeauswahl und stellen keine patientenbezogene Dosierung dar.
GBR & MEMBRAN
Mit oder ohne Membran?
Die Verwendung einer Membran hängt unter anderem von Defektmorphologie, Stabilität des Augmentats, Weichgewebesituation und dem gewählten GBR-Konzept ab. Eine Membran kann zur Abgrenzung gegenüber einwachsendem Weichgewebe und zur Stabilisierung des augmentierten Raumes eingesetzt werden.
RESORPTION & REMODELLING
Was bedeutet die Standzeit?
UBGEN gibt eine durchschnittliche Resorptionszeit von etwa 6–8 Monaten an.* Der individuelle Verlauf wird zusätzlich durch Defektsituation, Vaskularisierung, Augmentatstabilität und individuelle Heilung beeinflusst. Daraus lässt sich keine pauschale patientenbezogene Heil- oder Wartezeit ableiten.
Praktische Anwendung
Rehydrierung
Das Granulat kann mit physiologischer Kochsalzlösung rehydriert werden. Bei der Syringe sind nach Herstellerangabe auch Patientenblut oder Thrombozytenkonzentrat zur Rehydrierung vorgesehen.
Granulat
Das Granulat wird an die Defektgeometrie adaptiert. Eine Überfüllung sollte vermieden werden, damit ein spannungsfreier Wundverschluss möglich bleibt.
Syringe
Die vorgefüllte Applikationsspritze ermöglicht nach der vorgesehenen Rehydrierung die direkte Applikation des Granulats in den Defekt.
Klinische Planung
Bei der Implantatplanung sollten Knochenvolumen, Knochenqualität, Defektgröße und -morphologie sowie die angestrebte prothetische Implantatposition gemeinsam berücksichtigt werden. Die Auswahl von Materialvariante, Partikelgröße, Materialmenge, Membran und chirurgischem Vorgehen bleibt der klinischen Beurteilung des behandelnden Zahnarztes vorbehalten.
Hinweis: Herstellerbezogene Produkt- und Anwendungsangaben richten sich nach der jeweils gültigen Gebrauchsanweisung und Produktdokumentation. Ergänzende Hinweise zur Material-, Mengen- und Verfahrensauswahl dienen der fachlichen Orientierung und stellen keine individuelle Therapieempfehlung dar.
* Durchschnittliche Resorptionszeit gemäß Herstellerangabe. Individuelle biologische und klinische Verläufe können abweichen.